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robuste Hochleistungskreissäge für schweren Stahlbau

Aktualisiert am: 15.02.2007 08:38
Schneller, effizienter und wirtschaftlicher: Durch die Restrukturierung seiner Produktionsprozesse und die Integration der KALTENBACH-Hochleistungskreissäge HDM 1431 in Verbindung mit neuer KALTENBACH-Fördertechnik steigert das schwäbische Unternehmen Stahlbau Wendeler GmbH + Co. KG seine Produktionsleistung um rund 35 Prozent. Mit deutlich reduziertem Personaleinsatz und verminderten innerbetrieblichen Transportkapazitäten verarbeitet der Stahlbauexperte heute pro Jahr rund 5.000 Tonnen mehr Material als zuvor. Eine hohe Schnittgenauigkeit bei rechtwinkligen und Gehrungsschnitten reduziert darüber hinaus die bis dato anfallende, kostenintensive Nachbearbeitung des gesägten Materials.

Ob beim Kraftwerksbau, beim Bau von Förderbrücken für Daimler-Chrysler oder beim Hallenbau für die Airbus-Flugzeugwerke bzw. den Automobilhersteller BMW: Stahlbau Wendeler ist einer der führenden Spezialisten im Bereich schwerer Stahlbau in Deutschland. Am Unternehmensstandort im schwäbischen Donzdorf verarbeitet der 130 Mitarbeiter starke Stahlbauexperte im Zweischichtbetrieb alle Arten von Profilen in den Abmessungen von 80 bis zu 1.100 mm.

Projektanforderungen
Mit der Zeit entsprach die seit der Unternehmensgründung im Jahr 1948 gewachsene Gebäude- und Materialflussstruktur nicht mehr den aktuellen Anforderungen des expandierenden Stahlbauunternehmens. Beispielsweise reichten die Kapazitäten des Materiallagers nicht mehr aus. Rohmaterial wurde mitunter übergangsweise im Hof bevorratet und musste in mehreren Bearbeitungsschritten umgelagert werden. „Diesen gesamten innerbetrieblichen Transport realisierte für uns ein externer Dienstleister mit einem Transportfahrzeug und drei Mitarbeitern“, erinnert sich Uwe Kaupp, der Geschäftsführer der Stahlbau Wendeler GmbH. Das Unternehmen entschied sich daher für einen modernen Lagerneubau. Im Zuge dieser baulichen Maßnahme ergab sich für Wendeler die Notwendigkeit, den Prozessablauf in der Fertigung zu optimieren. Der hohe Handlingaufwand mit vielen Kranen sollte durch eine einzige Transportebene in der Produktion ersetzt werden. Außerdem galt es, den Sägezuschnitt effizienter zu gestalten. „Unser Ziel war eine logistische Restrukturierung: Um den Durchsatz nachhaltig zu erhöhen, beabsichtigten wir einerseits die Integration einer leistungsfähigen Transportanlage, andererseits aber auch die Anbindung einer robusten Hochleistungssäge zum Sägen von Stahlbauprofilen mit Gehrungseinrichtung“, resümiert Uwe Kaupp die Anforderungen an das Modernisierungsprojekt.



























Überzeugende Sägelösung
Die ursprünglich von Wendeler eingesetzte Langschnittsäge hatte Schwierigkeiten mit größeren Profilen, da der Sägeschnitt von der Seite erfolgte. Bei der Auswahl der neuen Sägelösung legte der Stahlbauspezialist daher besonderen Wert auf eine leistungsstarke Säge mit kurzem Schnittweg. Geschäftsführer Kaupp fasst die ausschlaggebenden Gründe für die KALTENBACH-Lösung folgendermaßen zusammen: „Zum einen kennen wir die sichere KALTENBACH-Technik und den damit verbundenen überzeugenden Service, da wir bereits seit Jahren in einem anderen Unternehmen damit arbeiten. Zum anderen haben uns die Leistungsfähigkeit der angebotenen Sägelösung und die Genauigkeit der Abschnitte überzeugt.“ Bei der neuen Sägelösung von Wendeler handelt es sich um die Hochleistungskreissäge HDM 1431. „Die besonders robusten Modelle der HDM-Serie sind universell für die unterschiedlichsten Querschnitte und Anforderungen im schweren Stahlbau entwickelt“, erläutert Franz Streit, Leiter des KALTENBACH-Verkaufsbüros in Heilbronn. „Bei der HDM 1431 handelt es sich um eine Vertikalkreissäge mit stabiler Schwenklagerung. Ein kurzer Schnittweg und eine sehr hohe Genauigkeit durch den rechtwinkligen Sägeblatteingriff zeichnen diese Säge aus. Die Hochleistungsmaschine sägt Profile mit einer maximalen Höhe von 450 mm und einer Breite von bis zu 1.250 mm. Dabei können problemlos Gehrungsschnitte von -45° bis +30° gesägt werden.“ Die Schnittgeschwindigkeitseinstellung erfolgt stufenlos über einen frequenzgeregelten Motor an einem freistehenden Sägenleitstand. Das KALTENBACH-Produkt verfügt außerdem über eine automatische Querschnittvermessung zur Profilkontrolle und zur Optimierung der Sägeblattposition.

Fördertechnik und Einbindung in den Produktionsprozess
Nachdem das Material in der ebenfalls neu integrierten Sandstrahlanlage gesäubert wurde, gelangt es über die von KALTENBACH entwickelte und realisierte Fördertechnik zur HDM-Hochleistungskreissäge und von hier aus über Quertransporte in die bereitstehende Bohranlage. Ein durchgängiger Datenfluss von der Konstruktion bis hin zur Säge wurde von Wendeler bereits umgesetzt. Mit Hilfe der DStV-Schnittstelle werden die Aufträge vom CAD-System zur Säge übertragen. Der Bediener übernimmt die jeweiligen Auftragsdaten in die PROFICUT-Software an der Säge und startet danach den Zuschnitt. Die datentechnische Verknüpfung mit dem Produktionsplanungs- und dem Warenwirtschaftssystem soll in absehbarer Zeit umgesetzt werden. Schon heute ist die Hochleistungskreissäge für den Servicefall über ein Modem direkt mit der Firma KALTENBACH zur Fernwartung verbunden.

Überzeugende Ergebnisse
Durch die Restrukturierung seiner Produktionsprozesse und die Integration der KALTENBACH-Hochleistungskreissäge HDM 1431 in Verbindung mit neuer KALTENBACH-Fördertechnik setzt der Stahlbauexperte Wendeler folgende Ergebnisse um:









· Der Bereich Sägezuschnitt wurde um 35 Prozent optimiert.

· Aufgrund der neuen Transportebene und der modernen Fördertechnik wird die Materialzufuhr heute wesentlich effizienter realisiert.

· Die zusätzlichen Kosten für den externen Personal- und Materialeinsatz im Bereich Materialumlagerung – drei Mitarbeiter und ein LKW für den innerbetrieblichen Transport – entfielen vollständig. Zwei eigene Mitarbeiter, die ebenfalls im Lager eingesetzt wurden, sind heute in der Produktion tätig.

· Einhergehend mit der spürbaren Personalreduktion wurde der jährliche Durchsatz von 13.000 auf über 18.000 Tonnen verarbeitetes Material deutlich gesteigert.

· Die Durchlaufzeiten wurden maßgeblich gesenkt. Wendeler kann heute wesentlich flexibler und schneller auf kurzfristige Aufträge und Materialanlieferungen reagieren.

· Durch die ausgesprochen hohe Qualität der Abschnitte spart Wendeler beim Zusammenbau eine aufwändige Nachbearbeitung der geschnittenen Profile.