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Zukunftsmacher unter einem Dach

Aktualisiert am: 21.10.2009 08:02

TRUMPF weiht neue Entwicklungsgebäude für Werkzeugmaschinen und Lasertechnik ein

Ditzingen, 30. September 2009 – Im Rahmen ihrer langfristigen Innovationsstrategie hat die TRUMPF Gruppe ihren Hauptsitz in Ditzingen bei Stuttgart um ein neues Entwicklungszentrum für Werkzeugmaschinen sowie ein Lasertechnik-Zentrum erweitert. Das Unternehmen vergrößert sein Stammwerk damit um 35.000 Quadratmeter, das entspricht etwa einem Drittel der derzeitigen Gesamtfläche.
In Anwesenheit von Ministerpräsident Günther H. Oettinger und zahlreichen weiteren Gästen fand am 30. September die offizielle Eröffnung statt. Das Lasertechnik-Zentrum bietet Büroflächen und eine Applikationshalle für das TRUMPF Geschäftsfeld Lasertechnik. Der Bereich Werkzeugmaschinen verfügt über zwei neue Gebäude, ein Entwicklungszentrum und ein Versuchsfeld für seine Technologien.































Der Gebäudekomplex kostete etwa 50 Millionen Euro und entstand in einer Bauzeit von knapp zwei Jahren. Die Investition ist für TRUMPF ein klares Bekenntnis zum Standort und zur Zukunft des Unternehmens. Bei der Eröffnungsfeier sagte die Vorsitzende der Geschäftsführung der TRUMPF Gruppe, Nicola Leibinger-Kammüller: „Wir haben diese Gebäude fertiggestellt – trotz aller Widrigkeiten. Weil wir sie brauchen und weil wir im internationalen Wettbewerb nur bestehen können, wenn wir durch die Innovationskraft unserer Produkte einen Mehrwert schaffen.“
Dass Baden-Württemberg trotz der aktuellen Krise als wirtschaftliches Kraftzentrum mit besten Perspektiven gelte, liege an Unternehmen wie der Firma TRUMPF in Ditzingen, ergänzte Ministerpräsident Günther H. Oettinger. „Das neue Entwicklungszentrum untermauert den hohen, an sich selbst gerichteten Qualitätsanspruch des Unternehmens und sein Ziel, nicht geschwächt, sondern als Marktführer gestärkt aus der Krise hervorzugehen.“
Die neuen Hallen und Büros ermöglichen den Beschäftigten der beiden größten TRUMPF Geschäftsfelder, in Zukunft noch enger zusammenzuarbeiten. Viele Mitarbeiter der Werkzeugmaschinen-Entwicklung waren bisher in angemieteten Räumen in der Umgebung von Ditzingen untergebracht. Künftig befinden sich alle Forschungs- und Entwicklungsbereiche wie die 2-D-Laser- und die Kombimaschinenentwicklung, die Softwareentwicklung, Einkauf und Qualitätsmanagement unter einem Dach. Das neue Lasertechnik-Zentrum beheimatet den Vertrieb, das Marketing, das Controlling, die 3-D-Laser-Entwicklung sowie das Laser Application Center des Geschäftsfelds Lasertechnik. Der Umzug der insgesamt etwa 800 Mitarbeiter, die in dem Neubau tätig sein werden, wird bis November abgeschlossen sein.

Geplant hat den modernen Gebäudekomplex mit einer Bruttogeschossfläche von etwa 35.000 Quadratmetern – oder fünf Fußballfeldern – das Büro Barkow Leibinger Architekten aus Berlin. Es zeichnet für zahlreiche TRUMPF Bauten im In- und Ausland verantwortlich. Eine Anforderung an die Planer war, einerseits die Geometrie der bestehenden Hallen fortzuführen und zugleich einen einheitlichen Gebäudetypus zu entwickeln, der zwei unterschiedliche Nutzungen aufnehmen kann: Maschinenhallen und Großraumbüros. TRUMPF verkürzt durch diese Kombination die Kommunikationswege und vereinfacht die Arbeitsabläufe.

























Die zweite wichtige Vorgabe lautete, beim Neubau einen signifikanten Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Deshalb wird nun sämtliches Regenwasser, das auf die etwa
14.000 Quadratmeter großen Dachflächen trifft, in einer
450 Kubikmeter fassenden Zisterne gesammelt und für die Prozesskühlung von Generatoren und Lasermaschinen verwendet. Drei Kühltürme erzeugen über Verdunstung eine Kälteleistung von 3.000 Kilowatt und vermeiden so den Ausstoß von jährlich etwa 1.400 Tonnen CO2, das entspricht 538.450 Litern Heizöl. Außerdem spart TRUMPF auf diese Weise gut 9.000 Kubikmeter Grundwasser pro Jahr.
Der neue Gebäudekomplex zeigt einmal mehr, dass bei TRUMPF die Baukultur Bestandteil der Unternehmenskultur ist. Dazu Dr. Nicola Leibinger-Kammüller in ihrer Rede: „Es geht uns um Erstklassigkeit und Qualität, in erster Linie bei dem, was unsere Kunden unmittelbar betrifft: in unseren Produkten und unserem Service. Aber auch bei den Dingen, die unsere Kunden zunächst nur mittelbar erleben: in unseren Prozessen oder eben auch in unserer Architektur.“
Die Fertigstellung der neuen Entwicklungs- und Lasertechnikgebäude ist der vorerst letzte Meilenstein der mehrjährigen Ausbauaktivitäten des TRUMPF Stammsitzes in Ditzingen. In den vergangenen zwei Jahren hat das Unternehmen eine neue Hauptpforte, ein Dienstleistungs-zentrum und ein Mitarbeiterrestaurant in Betrieb genommen.