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Sägeschnitte vollautomatisch absortiert

Aktualisiert am: 24.07.2006 17:23
Schäden an Sägezuschnitten, wie sie durch marktübliche Absortiereinrichtungen an Sägemaschinen entstehen können, gehören der Vergangenheit an: Vor Kurzem wurde in einem Referenzprojekt erstmals ein Robotersystem der robofact AG an vier leistungsstarke Sägeautomaten der Hans KALTENBACH Maschinenfabrik GmbH angebunden. Die Roboter sortieren hochwertige Stahlzuschnitte im Anschluss an die Bearbeitung kundenbezogen. Gesteuert werden die einzelnen Systemkomponenten von einem übergeordneten Steuerungssystem.

Während bei herkömmlichen Absortiereinrichtungen die bearbeiteten Teile ungeordnet in die dafür vorgesehenen Behälter fallen, entnehmen die Sortierroboter die Zuschnitte am Ausgang der Sägemaschinen und kommissionieren die Artikel vollautomatisch und kundenbezogen in einen bereitstehenden Materialbehälter. So werden beim Ablegen Beschädigungen ausgeschlossen. Ein Handlingsystem versorgt die beiden Kaltkreissägeautomaten RKS 451 und die zwei Bandsägeautomaten KBR 371 mit dem gewünschten Rohmaterial. Daraus werden beispielsweise kleine Kundenaufträge mit Losgrößen von bis zu 30 Abschnitten gesägt. Die Sägeautomaten sind geeignet für die Bearbeitung von Flachmaterial (Werkstückabmessungen von 15 mm x 20 mm bis 260 mm x 200 mm), Quadratmaterial (20 mm x 20 mm bis 200 mm x 200 mm), Rundmaterial (Durchmesser von 20 mm bis 260 mm) sowie Sechskantmaterial (Durchmesser von 20 mm bis 100 mm). Das übergeordnete Host-System, in diesem Fall ein flexibles Fertigungssystem, verwaltet sämtliche Kenndaten der Sägemaschinen, Materialien und Stücklisten. Die Software übermittelt die Technologiedaten bzw. Schnittinformationen des Auftrags an die jeweiligen Sägemaschinen und die Kommissionierroboter, die die Aufträge nach dem Zuschnitt entsprechend abarbeiten. Den Robotern ist es auch möglich, die Materialkisten kundenspezifisch mit Abschnitten unterschiedlicher Sägemaschinen zu bestücken. Um die automatische Abnahme der Sägestücke durch das Greifersystem zu ermöglichen, werden die Zuschnitte in der Abfuhreinrichtung der Sägemaschinen quer zur Abfuhrrichtung bereitgestellt. Jeder Roboter ist mit drei verschiedenen Greifarmen und einem automatischen Wechselsystem ausgerüstet. Über den vom Fertigungssystem übermittelten Datensatz erkennt die Robotersteuerung, ob Rund-, Flach-, Vierkant- oder Sechskantmaterial aufgenommen werden soll. Die Roboter wählen den entsprechenden Greifer aus und überwachen die Operationen mit Laser-Fotozellen. Scheiben werden gestapelt, längere Abschnitte werden liegend abgelegt. Über die anschließende Platzierung der Teile auf den Paletten entscheidet die Robotersoftware.