Lasern ist "Trumpf"
Aktualisiert am: 14.10.2004 10:19
Der weltweit größte Hersteller von Industrielasern hat neben den unendlichen Möglichkeiten der Lasertechnik noch vieles mehr zu bieten. Die Redaktion der Sägebörse folgte einer Einladung nach Ditzingen zu Europas größtem Werkzeugmaschinenbauer und kam aus dem Staunen nicht mehr raus.

Laserfabrik am Stammwerk in Ditzingen



















































Inspiriert durch den Messestand des Familienunternehmens Trumpf auf der "TUBE 2004" im April und dem Wunsch der Sägebörse über neue Technologien zu berichten ergab sich ein enger Kontakt zu den Verantwortlichen der Rohrbearbeitungsschiene. Um nun die "TUBEMATIC" ins rechte Licht zu rücken möchten wir heute etwas weiter ausholen und den gesamten Produktbereich und die Geschichte der Firma Trumpf etwas näher durchleuchten, damit klar wird welch enormes Potential hinter dieser Firma steckt.

CO2-Laser 

Produktion im Reinraum und Montage in Fließfertigung



































Die Geschichte der Firma Trumpf startet im Jahr 1923 als Christian Trumpf mit zwei Partnern die Firma Julius Geiger GmbH erwirbt und flexible Wellen fertigt. Aber schon im Jahr 1934 bildet sich ein Geschäftszweig, der bis heute ein Standbein der Firma Trumpf ist. Die erste motorbetriebene Handschere zur Blechbearbeitung wird vorgestellt. Ab 1937 trägt das Unternehmen dann auch den Namen "TRUMPF". Nach dem Krieg folgt die Ausweitung auf stationäre Blechbearbeitungsmaschinen. Die ersten Aushauscheren werden weltweit verkauft. Schon 1957 meldet Berthold Leibinger, heute geschäftsführender Gesellschafter, ein Patent zur Koordinatenführung an. Damit macht Trumpf sehr früh den ersten Schritt von der Bedienerführung eines Werkstücks zur numerischen Steuerung. Ab 1960 werden bei Trumpf Bleche durch Nibbeln getrennt, ein Verfahren das vorher kaum Anerkennung fand erlangt durch Trumpf Weltruhm und umgekehrt auch Trumpf durch das Nibbeln. Irgendwie war Trumpf immer einen Schritt voraus. Es scheint unglaublich, dass es 1968 bei Trumpf schon die erste vollautomatische Blechbearbeitungsmaschine gab. Damals wurden die kompletten Bearbeitungsdaten noch auf Lochstreifen gespeichert und eingelesen. Inzwischen gab es Tochterfirmen in der Schweiz und den USA. In den siebziger Jahren folgen neue Standorte in Ditzingen (dem heutigen Sitz des Unternehmens) und in Japan, man kombiniert nun bewährte Stanzmaschinen mit Lasertechnik.

Ab 1985 baut Trumpf eigene CO2Laser, ab 1987 Werkzeugmaschinen mit fliegender Optik. Neue Geschäftsbereiche wie Biegen, Rohrbearbeitung und Medizintechnik folgen in den 90ern, aber das Stammgeschäft bleibt. 1997 wird die 10.000ste Trumatic Werkzeugmaschine ausgeliefert, nur sieben Jahre später wird auch schon der 10.000ste TLF CO²Laser gebaut Im Jahr 2000 überschreitet der Umsatz erstmals die Marke von einer Milliarde Euro bei knapp 5000 Mitarbeitern. Heute beschäftigt Trumpf annähernd 6000 Mitarbeiter, hat Fertigungsstätten in Deutschland, Frankreich, Österreich, Schweiz, Taiwan und den USA und Tochtergesellschaften für Vertrieb und Service in 23 Ländern.

Ab 1985 baut Trumpf eigene CO2Laser, ab 1987 Werkzeugmaschinen mit fliegender Optik. Neue Geschäftsbereiche wie Biegen, Rohrbearbeitung und Medizintechnik folgen in den 90ern, aber das Stammgeschäft bleibt. 1997 wird die 10.000ste Trumatic Werkzeugmaschine ausgeliefert, nur sieben Jahre später wird auch schon der 10.000ste TLF CO²Laser gebaut Im Jahr 2000 überschreitet der Umsatz erstmals die Marke von einer Milliarde Euro bei knapp 5000 Mitarbeitern. Heute beschäftigt Trumpf annähernd 6000 Mitarbeiter, hat Fertigungsstätten in Deutschland, Frankreich, Österreich, Schweiz, Taiwan und den USA und Tochtergesellschaften für Vertrieb und Service in 23 Ländern.
Anwendungsbeispiele Laserschweißen und -schneiden für Rohre und Profile















Anwendungsbeispiele für Laserschneiden von Blech















Trumpf ist heute in unzähligen Anwendungsgebieten tätig. Nahezu unfassbar die Vielfalt der Blechbearbeitungsmaschinen vom Stanzen über Kanten, Scheren bis Schneiden oder Schweißen. Das Lasern als solches mit einer immensen Anwendungsvielfalt. Der Laser schweißt, trennt, trägt ab, trägt auf und beschriftet. Vom groben bis zum feinen Blech, vom Rohr bis zur Karosserie, in der Elektronik genauso wie in der Medizin, immer Laser - immer Trumpf. Und immer noch gibt es das Elektro- Handwerkzeug. (seit 1934)



Vielfalt Laser (von links nach echts)



Hochgeschwindigkeits-Laserschneiden von Blech 

Laserschweißen in der Rohrherstellung 

3D-Laserschneiden von IHU-Bauteilen 

Auftragen von Werkstoffen am Laserhandbearbeitungsplatz

















Schneiden,Kanten,Biegen und Laserschweißen in der Blechfertigung

Werkstoffe maschinell auftragen

Flexible und feine Laserbeschriftung

Laserformen von Werkzeugen aus reinem Metallpulver

















Wer dies alles weiß, macht sich ein Bild davon, welche enorme Fachkompetenz hinter den Rohrtrenn- und Bearbeitungsmaschinen der Baureihen "Tubematic" und "Tubematic RC" steckt. Zu speziell diesen Maschinen, die unsere Leser sicherlich mehr interessieren dürften geht es hier.





