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KALTENBACH- Säge- und -Transportlösung

Aktualisiert am: 08.01.2008 15:04

Allrounder in Sachen Anarbeitung –
Ferroflex AG geht erfolgreich neue Wege



Die Nachfrage nach Stahl wird auf absehbare Zeit weitestgehend konstant bleiben. Basierend auf dieser allgemein anerkannten Einschätzung und den damit verbundenen Aussichten beschloss die Schweizer Ferroflex Stahlhandel AG neue Geschäftsfelder zu erschließen und die Wertschöpfungskette auszuweiten. Durch eine gut geplante Restrukturierung des Materialflusses im Bereich Sägezuschnitt und eine damit einhergehende Ausweitung des Produkt- und Leistungsspektrums produziert das Unternehmen heute kostengünstiger, kann flexibler und effizienter Aufträge bearbeiten und optimal auf erweiterte Kundenwünsche eingehen.

Das Schweizer Unternehmen Ferroflex AG mit Sitz in Rothrist ist spezialisiert auf den Sägezuschnitt und die Anarbeitung von Stabstahl und Stahlträgern. 1968 gegründet, hat sich das ehemalige Stahlhandelsunternehmen für Stabstahl und Stahlträger zu einem 60 Mitarbeiter starken Vollsortimenter und Anarbeitungsspezialisten entwickelt. Einhergehend mit der Neuausrichtung des Unternehmens zum Vollsortimenter beabsichtigte Ferroflex das Leistungsspektrum im Bereich Anarbeitung auszuweiten und den Materialfluss zu restrukturieren und dadurch wesentlich effizienter zu gestalten. Die geplanten neuen und erweiterten Anarbeitungsprozesse – dazu gehören u. a. Strahlen, Bohren, Klinken und Sägen – setzen zudem Investitionen in neue Maschinen voraus. Bis zur Restrukturierung des Unternehmens wurde das Material in der Produktion zum Strahlen und Sägen mittels Kranen an den jeweiligen Stationen aufgelegt und nach der Bearbeitung ebenso gehandelt und transportiert. Auf Basis einer fundierten Analyse des Materialflusses beschloss die Geschäftsleitung grundlegende Änderungen. Herr Hans-Jörg Hunziker, Geschäftsführer Stahl bei der Ferroflex AG, erinnert sich: „Der alte Materialfluss war nicht flexibel, zu zeitintensiv und musste reorganisiert werden. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und unseren Vorsprung vor der Konkurrenz weiter auszubauen, war eine Restrukturierung unserer Fertigung und eine Ausweitung unseres Leistungsportfolios unabdingbar.“



























Anbieterauswahl und Projektrealisation

Nach intensiver Recherche und Anbietervergleich entschied sich Ferroflex bei der anstehenden Aufgabe für den südbadischen Bearbeitungsspezialisten KALTENBACH in Lörrach. „Ausschlaggebend für diese Wahl war in erster Linie das runde Gesamtpaket aus Maschinen und Support. Die sichere und uns aus anderen Projekten bereits bekannte Technologie und auch das ausgezeichnete Preis-Leistungs-Verhältnis waren bei der Auftragsvergabe ausschlaggebend“, kommentiert Hans-Jörg Hunziker die Entscheidung. Im ersten Schritt des erfolgreichen Projekts wurden verschiedene mögliche Lösungen erörtert und gegeneinander abgewägt. Im Anschluss ging die vollintegrierte Bohr-Ausklink-Anlage, bestehend aus einer Bohranlage KDX 1215, einem Ausklinkroboter KC 1201 und einer Bandsäge KBS 1001 DG mit umfangreichem Mess- und Transportsystem, in Betrieb. Besonderes Augenmerk galt bei der Neuausrichtung der Produktionsabläufe aber nicht nur den neuen Bearbeitungsmaschinen, sondern auch der Integration des vorhandenen Maschinenparks und der Vernetzung aller Stationen auf einer Ebene. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden mehr als 600 m² Rollgänge installiert. Durch den engen Dialog aller Projektbeteiligten in Rothrist und Lörrach konnte die Anlage termingerecht integriert und in Betrieb genommen werden.

Projektergebnisse

Heute werden alle wichtigen Anarbeitungsaufgaben in der unternehmenseigenen Produktion in Rothrist ausgeführt und die Bauteile in einem Zug nach kundenindividuellen Vorgaben gebohrt, auf Länge gesägt, ausgeklinkt, gestrahlt und grundiert. Gerade der Ausklinkroboter trägt einen großen Teil zur gesteigerten Flexibilität bei und wirkt sich ausgesprochen zeit- und kosteneffizient aus. Resümierend ergaben sich für die Ferroflex AG durch das Restrukturierungsprojekt mit der Firma KALTENBACH folgende Ergebnisse:
• Aufgrund der neuen Transportebene wird die Materialzufuhr heute wesentlich effizienter realisiert, die Logistikkosten sanken spürbar.
• Die Durchlaufzeiten wurden durch die Vernetzung aller Bearbeitungsstationen maßgeblich gesenkt.
• Mit der deutlich erhöhten Prozesssicherheit und Termintreue wurde der ohnehin hohe Qualitätsstandard des Unternehmens ausgeweitet.
• Ferroflex kann heute wesentlich flexibler und schneller auf kundenindividuelle Aufträge reagieren.
• Durch die Neuausrichtung seines Leistungsspektrums hin zum Allrounder in Sachen Anarbeitung und die Entwicklung zum Vollsortimenter wurden entscheidende Weichen für die zukünftige Unternehmensentwicklung gestellt.