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Ein Unternehmen - viele Möglichkeiten: mein Besuch bei der Firma Finkendei

Aktualisiert am: 22.02.2007 09:36
Wir besuchen heute ein Unternehmen mit vollen Auftragsbüchern und positiven Perspektiven. Diesen Eindruck gewinnt man, wenn man die Werkshallen der Finkendei Metallverarbeitung GmbH in Wickede (Ruhr) betritt. Modernste Maschinen bearbeiten Metallteile, ein Lkw wird von Rohren und Profilen entladen, geschäftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eilen durch die Gänge.

Sägebörse:

Guten Morgen Herr Finkendei, herzlichen Dank für Ihre Einladung.

Finkendei:

Guten Morgen Herr Motte, ich freue mich daß Sie meiner Einladung nachgekommen sind und bereit sind etwas über uns zu schreiben.

Sägebörse:

Ihr Unternehmen macht auf Anhieb einen großen, sehr geschäftigen Eindruck. Dieser erste Eindruck hat mir direkt eine Frage in den Kopf getrieben. Viele Firmen entstehen aus einer zufälligen Gegebenheit - der Notwendigkeit einer Investition oder die Bewältigung einer neuen Aufgabe - und wachsen dann mit den weiteren gestellten Anforderungen. Wie und wann sind Sie mit Ihrem Unternehmen gestartet?

Finkendei:

Das Unternehmen ist klassisch gewachsen. Begonnen hat alles 1992 mit manuellen Metallbearbeitungen. Einige Zeit später wurden auf einem einzigen Sägeautomaten und für einen einzigen Kunden Edelstahlzuschnitte produziert. Heute werden auf diversen automatischen Sägen, CNC-Gehrungssägen sowie kundenspezifisch eingerichteten Automaten Zuschnitte aus Stahl, Edelstahl und anderen NE-Metallen gefertigt. Überwiegend handelt es sich um Rohre, die bis zu einem Durchmesser von 90 mm bearbeitet werden können. Aber auch Profile sowie Flach- und Formstähle sind ein nicht unwesentlicher Teil des Bearbeitungsprogramms. Neben CNC-Biegemaschinen, CNC-Bearbeitungszentren, Schweißroboter und diversen Exzenter- und Hydraulikpressen, ist das große Highlight ein neues CNC Säge- und Bearbeitungszentrum Adige, die CM502.

Sägebörse:

Die neue Adige ist eine interessante Maschine. Ich habe sie mir auf Messen auch schon genauer angesehen. Was hat Sie zum Kauf dieser Maschine bewogen?

Finkendei:

Die neue Maschine kann nicht nur die Rohre präzise auf Länge sägen, sondern gleichzeitig die Fixlängen über 8 CNC-gesteuerte Achsen weiter bearbeiten. Im Gegensatz zur bisher üblichen getrennten Fertigung ermöglicht das CM502-System die Ausführung von mehreren Arbeitsvorgängen in nur einem Arbeitszyklus an einer einzigen Maschine, die sonst an verschiedenen Maschinen durchgeführt werden, wie beispielsweise Schneiden auf Maß, Anfasen, Absenken, Drehen und Gewindeschneiden der Enden und axiale Tiefenbohrung. Dieses CM502-System ist in Deutschland bisher einzigartig. Mit dem Hersteller Adige haben wir uns bewusst für eine Maschine von einem Marktführer in diesem Segment entschieden, um so auch weiterhin auf Qualität und Zuverlässigkeit zu setzen.

Sägebörse:

Ihre Maschinenstruktur ist ja sehr umfangreich und vielfältig. Wo liegen denn Ihre produktspezifischen Schwerpunkte?

Finkendei:

Der Schwerpunkt unseres Bearbeitungsspektrums liegt im Bereich der Serienprodukte, wobei gleichzeitig viele unserer Kunden auch einen gesteigerten Wert auf Klein- und Kleinstserien legen. In mehrstufigen Prozessen werden auf Wunsch komplette Baugruppen gefertigt und gegebenenfalls auch montiert. Wir sind immer so flexibel wie unsere Kunden es gerade fordern.

Sägebörse:

Wie sieht denn Ihre momentane Beschäftigungssituation aus?

Finkendei:

Wir haben zur Zeit eine gute Auftragslage aufgrund einer breit gefächerten Kundenstruktur (Automotive, Medizintechnik, Investitionsgüter-Industrie sowie der klassische Stahlhandel) und aufgrund der Tatsache, dass wir immer ein Höchstmaß an Kundenorientierung und Flexibilität pflegen.

Sägebörse:

Sie sagen, dass Sie auch für die Automotive-Industrie arbeiten. Dann legen Ihre Kunden auch größten Wert auf Qualität?

Finkendei:

Ja, aus diesem Grunde sind wir auch seit 2001 nach ISO 9001 zertifiziert und legen selbst größten Wert auf Qualität. Mit dieser Zertifizierung haben wir die Basis dafür geschaffen, dass Qualität im Hause Finkendei groß geschrieben und durch ein effizientes Management-System Ziel gerichtet erarbeitet wird. Um eine bleibende Produktqualität zu gewährleisten, ist es für uns selbstverständlich, dass wir unsere Prozesse regelmäßig überprüfen und auch überprüfen lassen. Um den hohen Anforderungen unserer Kunden an die Qualität unserer Erzeugnisse gerecht zu werden, werden alle Produkte während der verschiedenen Fertigungsphasen ständig von unserer Qualitätssicherung überwacht
und geprüft.

Sägebörse:

Sie sind nun schon seit über 15 Jahren auch als Lohnsägebetrieb im Markt tätig. Ist denn das Geschäft noch das gleiche?


Finkendei:

Da muss ich nicht lange überlegen. Das Geschäft hat sich stark verändert. Reichte es früher dem Kunden ein gesägtes Rohr zu liefern, so geht der Trend immer mehr zur weitergehenden Bearbeitungen wie Biegen, Bohren, Fräsen, Stanzen oder Umformen. Darauf haben wir uns in den letzten Jahren kontinuierlich eingestellt, so dass aus dem klassischem Sägebetrieb Finkendei ein spezialisierter Fertigungsbetrieb für Rohre und Vollprofile geworden ist, der höchsten Kundenansprüchen gerecht wird.

Sägebörse:

Abschließend bleibt nur noch die Frage nach Ihren Zukunftsaussichten. Wie sehen Sie Ihr Unternehmen im zukünftigen Markt?

Finkendei:

Unsere Perspektiven sind gut. Ein breit gefächerter Kundenstamm aus verschiedenen Branchen sorgt für eine gesunde Kundenstruktur mit Potential, der dem Unternehmen Perspektiven aufzeigt. Ein kompetenter, motivierter und gut geschulter Mitarbeiterstamm, höchste Flexibilität und Kundenorientierung und eine effiziente Kostenkontrolle sorgen dafür, dass wir trotz des harten Wettbewerbs der Zukunft positiv entgegen sehen.

Sägebörse:

Das bestätigt meinen ersten Eindruck. Womit wir wieder am Anfang unserer Unterhaltung wären. Ich bedanke mich für den freundlichen Empfang in Ihrem Hause und Ihre Bereitschaft meine Fragen zu beantworten.

Finkendei:

Ich danke Ihnen für Ihren Besuch.