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Die Hand am Puls des Kunden

Aktualisiert am: 16.05.2003 17:40
Die Sägebörsenredaktion erfuhr von einer neuen Technologie zum Schleifen von Kreissägestammblättern. Die Blätter werden hierdurch nicht nur deutlich präziser, sondern auch noch preiswerter. Ein Technologievorsprung auf den unsere Leser in Zukunft achten sollten. Aber lesen Sie selbst..........


Minifirma CS Werkzeugtechnik baut Hightech-Schleifmaschinen. Beispiel für Innovation im Bergischen Land.

„Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein", ist ein Leitsatz von Stephan Stengel, dem Chef der kleinen Remscheider CS Werkzeugtechnik. Die Firma besteht seit 1989 und baut Maschinen, die zumeist der Fertigung von Kreissägen dienen.

„Wir sind im Grunde ein Konstruktionsbüro mit Montage" sagt Stephan Stengel. Das kleine Unternehmen muss die Hand stets am Puls der Kundschaft haben und auch neue technologische Lösungen bringen, die den Kundennutzen steigern. „Was will der Kunde?" ist der eine Ansatz für Innovation.

So entstand die Idee für eine neue Schleifmaschine, die besonders genau und schnell arbeitet - das, was der Markt zunehmend verlangt. „Wir haben dann sozusagen den Transrapid ins Bergische gebracht, berichtet Stengel".

Das Magnetprinzip, mit dem der Schwebezug fährt, wird in einem Linearmotor für den Betrieb einer großen Präzisions -Schleifmaschine genutzt. Sie arbeitet damit im Prinzip verschleißfrei und deutlich schneller und exakter, als herkömmliche Geräte. „Die Stückkosten für das Schleifen von Sägen-Stammblätter lassen sich damit erheblich senken", betont Stengel. Die sicherlich nicht unerhebliche Investition für eine neue Maschine zahle sich also nachrechenbar aus; einmal davon abgesehen, dass die Qualität auch steige.




Lieferanten müssen Wissen weitergeben

Auf sich allein gestellt, kann eine kleines Unternehmen eine solche Hightech-Anlage nicht realisieren. Stephan Stengel nutzte den kompetenten deutschen Lieferantenmarkt für Maschinenkomponenten, um zusammen mit Liefer-Partnern technologische Lösungen zu finden. Das ist der zweite Ansatz für Innovation. Die Schleifmaschinen wurden bisher in Deutschland, Europa und den USA verkauft.

Die „Innovationsdrehscheibe Bergisch Land" (Träger Bergische Uni, VDI, IHK, Technologiezentren und Arbeitgeberverband) stellte jetzt das Arbeitsprinzip von CS Werkzeugtechnik exemplarisch heraus. „Spitzenprodukte setzen oft mehr voraus, als gute Kenntnisse und Fähigkeiten in der Konstruktion und Fertigung des eigenen Unternehmens. Die Kooperation mit Kunden und Lieferern sind die prägenden Elemente eines hohen wirtschaftlichen Fortschritts von Investitionsgütern."

Alle Mittel der Wissenbeschaffung- und Vermittlung müssen ausgeschöpft werden. Nur durch ein solches Netzwerk des Wissens werde es für kleine und mittel-ständische Unternehmen gelingen, weltmarktfähige Maschinen zu produzieren. Schlüssel zum Erfolg, so die Erkenntnis von Stephan Stengel, ist, die Lieferanten nicht nur nach Produkt und Qualität auszusuchen: Sie müssen auch in der Lage und Willens sein, das Wissen über den optimalen Einsatz ihres Produktes an den Kunden weiterzugeben.




Die modernen Präzisionsschleifmaschinen von CS Werkzeugtechnik lassen sich komplett schließen und sorgen damit für sauberes und lärmarmes Arbeiten.