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Ausklinken leicht gemacht

Aktualisiert am: 04.08.2003 15:35
In bestimmten Produktionsbereichen wie dem Leichtmetallbau sind häufig Konstruktionen gefragt bei denen stabförmige metallische Stranggußprofile fachwerkartig als Traggerüst miteinander verbunden werden. In die Hohlprofile werden zu diesem Zweck Teilschnitte eingebracht, zum Beispiel Winkel oder Gehrungen, oder es müssen geometrische Elemente maßgenau ausgeschnitten werden. Mit herkömmlichen Zugsägen und Kappsägen ist zwar das Ablängen problemlos möglich, beim teilweisen Einschneiden ergibt sich jedoch eine bogenförmige Schnittlinie, entsprechend der Umkreiskontur des Sägeblattes. Die Folge ist, daß in einem Hohlprofil die gegenüberliegenden Seiten ungleich weit ein-geschnitten sind. Um einen gleichmäßig tiefen Einschnitt zu erzeugen, muß das Profil um 180° gedreht und erneut teilweise eingeschnitten werden. Dazu ist ein relativ aufwendiges Ausrichten erforderlich.
Um diese Nachteile zu eliminieren, hat die Metallbau Rath GmbH eine robuste, leicht handhabbare Hochleistungs-Vertikalkreissäge entwickelt, mit der sich auf einfache Weise genaue Teilschnitte in stabförmlge metallische Profile, besonders Hohlprofile, anforderungagerechte einbringen lassen.




Die senkrecht zur Maschinentischplatte hin und her bewegbar aufgeführte Rotationsachse des Sägeblattes ist so ausgeführt daß sich zum Beispiel in den gegenüberliegenden Seiten eines quadratischen oder rechteckigen Rohres gleich tiefe Einschnitte herstellen lassen. Durch zweimaliges oder mehrmaliges Einschneiden können Schnittflächen erzeugt werden, die einen entsprechend quadratischen oder rechteckigen Schnittbereich umfassen. Die aus einem derartigen Profil herausgetrennten Teilbereiche haben dann ebenfalls quadratische oder rechteck-förmige Außenschnittflächen. Die Profile können beim Zusammenfügen einer Stabkonstruktion durch gegenseitiges oder einseitiges Ausklinken genau aneinander vorbeigeführt beziehungsweise gestoßen werden.

Aufgrund der vertikalen Schnittbewegung des Kreissägeblattes sind die Profile in beliebiger Lage zuführbar. Die Profillänge ist in diesem Zusammenhang von untergeordneter Bedeutung. Durch eine Sichtschutzhaube über dem Sägeblatt kann der Sägeschnitt in jeder Lage beobachtet und bei Bedarf korrigiert werden. Für Schrägschnitte gibt es eine Winkelskala von 0 bis 120°
(60° - 0 - 60°); sämtliche stirnseitigen Ausklinkungen für Anschlußproflle sind problemlos herstellbar.

Mit verschiedenen Pneumatikspannern hat der Bediener die Möglichkeit gegen den hinteren Anschlag oder gegen den Auflagetisch zu spannen. Eine zweifache Kugelumlaufführung und ein Ausgleichsgewicht im Sägenturm sollen ein leichtgängiges Verfahren sowie einen parallelen Schnitt am jeweiligen Profil ermöglichen. Das Sägeaggregat fährt selbsttätig aus jeder Lage in die Ausgangsposition zurück.

Als Trennwerkzeug wird auf der 7OO mm breiten, 1900 mm hohen und 1500 mm tiefen 3.9-kW-Maschine ein Sägeblatt mit 52O mm Durchmesser verwendet. Die realisierbare Schnittiefe beträgt 145 mm, als Schnitthöhe werden 480 mm angegeben. Es wird mit einer Drehzahl von 2710min-1 getrennt. Die erforderliche Anschlußspannung beträgt 38OV.

Zur Serienauastattung der Vertikalkreissäge gehören ein Pneumatikspanner, ein Materialanschlag mit Winkelskala und ein Maschinenfuß mit Zubehörfach. Je nach Anforderung kann die Sage mit zwei oder mehr Spannern ausgestattet werden. Rollenbahnen mit und ohne Anschlag zur Auflage der Proflle sind ebenso als Zubehör verfügbar wie eine Kühlschmiermittel-Sprüheinrichtung mit regelbarer Düse. Die zweigeteilte Schutzhaube ermöglicht einen schnellen Sägeblattwechsel. Mit der Hochleistungs-Vertikalkreissäge sind nicht nur Fertigungsaufgaben im Metallbau, sondern auch in der Holzbearbeitung lösbar.



Weitere interessante Maschinentypen sind erhältlich: